Ein Fisch namens “Fridolin”

05.05.2001 Höchstadt hat seinen heiß ersehnten Fridolin bekommen - den neuen Stolz der Plattzierung des Steinernen Karpfens in HöchstadtStadt.

Unter den Blicken der 1. Karpfenkönigin (Sabine Plätzer) und vieler Honoratoren kam er - nein nicht angeschwommen, er schwebte förmlich auf seine Bühne und zwar am Ende eines Kranhakens.
Fridolin ist der größte und schwerste Steinkarpfen der Welt. Von seinem “Erhauer”, dem Steinmetz Berthold Schneider in Muschelkalk gehauen, ist selbigem ein echter Prachtbursche gelungen. Bei seinen eindrucksvollen Ausmaßen von 2,92 m Länge, 1,66 m Höhe, 0,76 m Breite und der Leichtigkeit von 2,9 Tonnen wird sich in nächster Zeit wohl keine Katze mehr über den Verkehrskreisel an der B470 wagen.
Belächeln muss man das Hin und Her um die Ausrichtung des Karpfens. “Er solle doch in Fließrichtung der Aisch aufgestellt werden”. Aber die Verantwortlichen haben da ganz richtig entschieden, dem “auf-der-B470-Durchfahrer” eine Ansichtsbreitseite von Fridolin zu verpassen, zumal man ja nur toten Fischen nachsagt mit dem Strom zu schwimmen. Unser Fridolin ist für unseren Aischgrund ein eher lebendiges Aushängeschild. Mit seiner Ausrichtung und seiner neckisch geschwungenen Heckflosse wirkt er für den ein oder anderen Durchreisenden vielleicht sogar wie ein Umleitungsschild, das einladend Richtung Innenstadt weist.
Angetan hat es mir persönlich auch sein Kuss- und Knutschmund, wenn sich das nicht mal zu einem tollen Fotomotiv von Höchstadt  entwickelt.
Eine kleine Statistik am Rande: Für einen durchschnittlichen Karpfenesser - bei geschätzten 10 Karpfenhälften (500g) pro Jahr -  würde Fridolin mit seinem Gewicht für ca. 600 Jahre Genuss ausreichen. Na denn Mahlzeit und alles Gute für unseren Fridolin.                                                              (W.  Schwarz)